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05.03.2026

Pressemitteilung zum 8. März - Internationaler
Frauentag 2026

Ergebnisse der aktuellen Dunkelfeldstudie: die Zahlen sogenannter häuslicher Gewalt steigen

Im Februar 2026 wurden die Ergebnisse der lange erwarteten Dunkelfeldstudie "Lebenssituation Sicherheit und Belastung im Alltag“ (LeSuBiA)1 vom BMI, BMBFSFJ und dem Bundeskriminalamt veröffentlicht. Ein Themenschwerpunkt der Studie ist die Gewalterfahrungen innerhalb und außerhalb von (Ex-)Partnerschaften. Uns überraschen die Ergebnisse nicht:


• Trotz des Anstiegs von sog. häuslicher Gewalt liegt die Anzeigenquote bei psychischer und körperlicher Gewalt in (Ex-) Partnerschaften unter 5 Prozent. Die Polizeistatistiken zeigen immer nur die Spitze des Eisbergs.
• Betroffene scheuen den Weg zur Polizei, aus Angst vor weiteren Repressalien oder weil sie Angst haben, keine Unterstützung zu bekommen. Niedrigschwellige und parteiliche Unterstützung bekommen
Betroffene in Beratungsstellen. Die Beratungsanfragen steigen stetig.

Deshalb brauchen wir eine sichere und langfristige Finanzierung unserer Angebote!

Die Frauenberatungsstelle Courage und die Interventionsstelle für Frauen und Kinder sowie das Autonome Frauenhaus mit der 24/7 Notaufnahme/Sofortaufnahme, bieten Schutz, Beratung und Unterstützung für gewaltbetroffene Frauen, Lesben, TIN*-Personen und ihre Kinder.

ine gut erreichbare und auskömmlich finanzierte Anlaufstelle für Gewaltbetroffene ermöglicht es diesen, in Ruhe Lösungen und weitere Schritte für ein Leben frei von Gewalt zu entwickeln. Wichtig ist daher, dass der Gewaltschutz nicht von kommunalen Haushaltsmitteln abhängig sein darf. Heidelberg ist verpflichtet, internationale Abkommen wie die Istanbul- Konvention (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt) umzusetzen.

Die Zuschüsse müssen zudem auch die tatsächlichen Tariferhöhungen für die Personalkosten abdecken, das war sowohl in 2025 als auch im aktuellen Jahr nicht der Fall.

Darüber hinaus gehende Zuschusskürzungen, wie im Jahr 2025, bedeuten, dass wir unsere Arbeit nicht wie im gewohnten Umfang anbieten können. Der ohnehin hohe Anteil an
Eigenmitteln, die der Verein für seine Angebote aufbringen muss, erhöht sich damit eklatant. Das hat zur Folge, dass den Ratsuchenden weniger Termine in der Beratungsstelle angeboten werden können, Telefonzeiten nicht abgedeckt werden können und die Mitarbeiter*innen mehr Zeit für die Akquise von Spendengeldern aufbringen müssen.

Kürzungen haben auch Auswirkungen auf die Notaufnahme/Sofortaufnahme des Frauenhauses. Eine 24/7 Erreichbarkeit kann nicht gewährleistet werden. Für akut Gewaltbetroffene, die für sich und ihre Kinder einen anonymen Schutzraum am Wochenende oder in der Nacht benötigen, können wir diesen Schutz nicht garantieren.

Die Mitarbeiter*innen des Vereins Frauen helfen Frauen e.V. Heidelberg schließen sich am 9. März 2026 dem bundesweiten Generalstreik an. Dieser findet unter dem Motto „Frauen, Lesben und TINA* bewegen die Welt“ statt. Damit wollen wir zeigen, wie unverzichtbar unsere Arbeit für gewaltbetroffene Frauen, Lesben und TIN*- Personen und ihre Kinder ist. Um das deutlich zu machen nehmen wir am 09. März 2026 auf dem Heidelberger Bismarckplatz feministischen Raum ein. In unterschiedlichen Redebeiträgen, Infoständen und einer Performance des Mütterkollektivs Heidelberg machen wir und andere feministische Vereine so auf die bestehenden Ungleichheiten im Patriarchat aufmerksam.

Spendenkonto Frauen helfen Frauen e.V. Heidelberg
Sparkasse Heidelberg
IBAN: DE89 6725 0020 0000 0071 37

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